Alaska

Wieder nicht geschlafen.

Die ganze Nacht nur nachgedacht.
- über die Hater-Kommentare, meine Eltern, meine Freunde, meine Vergangenheit

Es ist so kalt.

Trotzdem steh ich auf, schnapp mir meinen Pulli & die Mütze, steck mir Kippen & Feuerzeug in die Tasche und geh raus.

Es ist so kalt.

Klare Nacht, keine Wolken, die Sterne sind zu sehen...eigentlich eine sehr schöne Nacht.

Es ist so kalt.

Ich geh ein Stück, mach mir 'ne Zigarette an.
Ich geh zu meinem Lieblingsplatz, rauche, denke nach.

Es ist so kalt.

Ich beginn zu zittern, meine Finger werden langsam steif.
Ich tret die Zigarette aus, geh wieder nachhause.
Zurück in meinem Bett, kram ich meinen MP3-Player raus.




Ich starr einfach an die Decke.
Schlaf irgendwann doch ein.

Und es ist immer noch so kalt.

 

1 Kommentar 31.10.13 10:38, kommentieren

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Daddy

"Hm" war alles, was er schrieb & dass schon seit einigen Nachrichten.
"Ist alles ok?" eigentlich eine überflüssige Frage & dennoch stellte ich sie, einfach um sicher zu gehen.

Von sich aus würde er es mir ja doch nicht sagen.
- Und natürlich war nichts ok.

"Es gibt da noch etwas, was ich dir verheimliche..."
- Was für ein toller Satz.
Gedanken rasen durch meinen Kopf, was hat er für ein Geheimnis, warum hat er es mir nicht gesagt?

 


 

"Wer ist das?" es hätte seine Schwester sein können, Cousine, was weiß ich.

"Meine Tochter."

- Schlag ins Gesicht.
Er hat ein Kind. Er ist Vater.
Ich frag ihn nach der Mutter, ohne böse Vorahnung, doch das war wohl das Schlimmste, was ich hätte tun können, denn das was ich jetzt erfahren sollte gibt mir so stark zu denken, macht mich so extrem traurig, dass ich wünschte ich hätte von der ganzen Sache nie erfahren:
Er wollte nichts von dem Kind wissen, war vermutlich überfordert, geschockt, keine Ahnung.
Die Mutter hat es weggeben, macht lieber Partys & so, als sich um das Baby zu kümmern.
Er will seine Tochter, will sie sehen, sich um sie kümmern, er bereut es extrem, dass er sie abgelehnt hat, aber es gibt scheinbar keine Chance, keine Möglichkeit.

Ich versuch ihn aufzumuntern, mach ihm klar, dass ich für ihn da bin, dass ich ihn trotzdem liebe, dass er kein Arschloch ist.
Er macht auf Happy-Face, sagt es wäre alles okay, aber ich glaube ihm nicht. Ich lass mir das zwar nicht anmerken, da ich immer wieder betont habe, dass ich ihm voll und ganz vertraue, was ja auch der Fall ist, aber es nagt an mir.
Ich denk immer wieder drüber nach, will ihm irgendwie helfen, doch ich weiß nicht wie.

Er hat es verdient glücklich zu sein.
(Mit seiner Tochter.)

 

31.10.13 01:07, kommentieren